Tipps für den Fahrradkauf

Peter de Leuw:
Fahrräder
Richtig auswählen. Sicher fahren.

EUR 14,80
144 Seiten, broschiert (2007)
Beuth
ISBN: 3410164871
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Der umfangreiche Ratgeber für den Fahrradkauf

Das Fahrrad ist nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern auch Sportgerät, Transportmittel und für viele Menschen auch Autoersatz. Die Auswahl an verschiedenen Fahrradmodellen ist beinahe genauso groß wie die unterschiedlichen Interessen ihrer Besitzer. Dabei ist es gar nicht so leicht, aus der Flut unterschiedlicher Modelle das richtige Fahrrad für sich herauszufinden.

Der Fahrradkauf "im Vorbeigehen" aus dem Angebotsprospekt eines Bau- oder Supermarktes ist nicht ratsam. Schlechte Auswahl, fehlende Beratung und Service sind die Faktoren, die Sie mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem falschen Rad nach Hause gehen lassen.

Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, das passende Rad für Ihre ganz individuellen Bedürfnisse ausfindig zu machen. Um Sie optimal auf den Fahrradkauf vorzubereiten, behandeln die einzelnen Kapitel alle wichtigen Aspekte rund ums Fahrrad und die sichere Fahrt mit Ihrem Rad. Sie erhalten wichtige Anregungen und Hilfestellungen für die Wahl und den Kauf Ihres neuen Fahrrades.

Ob Sie "nur" in der Freizeit radeln wollen, oder (auch) im Alltag, dieser Ratgeber wendet sich an alle, die sich oder ihrem Kind ein neues Fahrrad kaufen wollen. Er richtet sich insbesondere an diejenigen, die sich bisher kaum oder gar nicht intensiver mit dem Thema Fahrrad beschäftigt haben.

Neben dem Kauf des passenden Modells stellt sich auch die Frage, welcher Fahrradträger angeschafft werden soll. Mithilfe dieser Vorrichtung kann das Rad bequem mit dem Auto transportiert werden und lässt sich so in den Urlaub oder zu Ausflügen mitnehmen. Dazu bietet sich die Möglichkeit, entweder das Dach des Fahrzeugs oder das Heck für die Anbringung des Trägers zu nutzen. Das Fahrrad wird dabei sowohl mit den Rädern als auch dem Rahmen befestigt, sodass es während der Fahrt sicher steht.

Einige Aspekte dieses Buches finden Sie in kompakter Form auf dieser Seite.

[Alltag oder Sport?]   [Gangschaltung]   [Bremsen]   [Beleuchtung]   [Ausstattung]   [Felgen]   [Reifen]   [Federung]   [Gepäck]  
[Zubehör]   [Händler]   [Der richtige Zeitpunkt]   [Probefahrt]   [Links]  [Andere Fahrradtypen]  [Große/schwere Leute]

Ein neues Fahrrad muss her? Gut, kein Problem. Auf zum Fachhändler, der wird schon was passendes da haben!
So einfach ist der Fahrradkauf in der Regel leider nicht. Der Gang zum Fachhändler ist aber schon ein guter Anfang. Nur dort sollte man ein Fahrrad kaufen. Weder im Baumarkt noch beim Kaffeeröster ist eine Beratung zu erwarten. Die Räder sind normalerweise "vormontiert", die Montage von Pedalen, Einstellung der Sattel- und Lenkerhöhe bleiben am Käufer hängen. Der Kauf beim Fachhändler hat zudem den Vorteil, dass Sie Teile, die Ihnen nicht gefallen, von ihm direkt vor dem Kauf austauschen lassen können. So können Sie direkt z.B. bei Sattel, Gepäckträger oder Beleuchtung nachbessern lassen. Aber der Reihe nach:
Die wichtigste Frage, die Sie sich vor dem Gang zum Händler stellen sollten, lautet: "Wofür will ich mein Fahrrad nutzen?" Mögliche Antworten sind z.B.

Wahrscheinlich fallen Ihnen noch weitere Verwendungsmöglichkeiten ein. Wahrscheinlich wollen Sie Ihr neues Rad auch nicht nur für einen der genannten Zwecke nutzen, sondern für mehrere. Daraus ergeben sich die Anforderungen an das Rad.
Je häufiger Sie Ihr Rad benutzen wollen und je mehr Sie es im Alltag einsetzen werden, desto wichtiger ist es auf hochwertige und haltbare Komponenten zu achten. Damit steigt natürlich auch der Preis.

Alltag oder Sport? Oder: Wie viele Gänge?

Ein Fahrrad mit der wohlklingenden Angabe "27 Gänge" verkauft sich gut. Aber sind 27 Gänge wirklich sinnvoll? Zunächst sollten Sie wissen, dass diese 27 Gänge nicht wirklich nutzbar sind. Viele davon sind (nahezu) identisch, einige sollte man nicht benutzen, weil die Kette zu schräg läuft und sie deshalb zu verschleißträchtig sind. Von den 27 Schaltmöglichkeiten bleiben dann vielleicht 15 oder 16 nutzbare Gänge übrig. Wichtig ist nicht unbedingt die Anzahl der Gänge, sondern vielmehr der kleinste und der größte Gang. Vom kleinsten Gang hängt die Bergtauglichkeit ab. Ausgedrückt wird das in Form der Übersetzung (z.B. 1:1,3, also mit einer Kurbelumdrehung legt das Laufrad 1,3 Umdrehungen zurück) oder der Entfaltung (z.B. 6,8 m, also mit einer Kubelumdrehung legt das Rad 6,8 m zurück). Mit einer Übersetzung von 0,75:1 (also eine Untersetzung) bei 28"-Laufrädern bzw. einer Entfaltung von 1,6 m kommt man auch mit Gepäck über die Alpen. Der Unterschied zwischen einer 7-Gang- und einer 27-Gang-Schaltung liegt aber nicht nur in den möglichen Extremen, sondern auch in der Abstufung dazwischen. Sportliche Fahrer und Radreisende sollten mehr Wert auf eine feine Abstufung, also auf eine Gangvielfalt legen, als vielleicht ein Alltagsradler. Sie werden deshalb in den meisten Fällen eine Kettenschaltung bevorzugen. In jedem Fall können Sie aber auch bei einer Nabenschaltung durch den Tausch des Ritzels den Übersetzungsbereich nach oben oder nach unten, also in Richtung Bergtauglichkeit schieben.
Freunde der Nabenschaltung heben die Wartungsarmut und die Möglichkeit einer Rücktrittbremse hervor.
Es ist deshalb eine Überlegung wert, ein Alltagsrad für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht mit einer Kettenschaltung, sondern mit einer weitgehend wartungsfreien Nabenschaltung auszustatten. Kettenschaltungen bieten sich dann eher für sportlich oder als Reiserad genutzte Räder an. Sie bieten auf der einen Seite eine breite und feine Übersetzung und gute Bergtauglichkeit, andererseits verlangen sie als offenes System viel Pflege und unterliegen einem erhöhten Verschleiß. Je nach Einsatz sollten Sie bei einer Kettenschaltung alle 3.000 bis 5.000 km einen Kettenwechsel einplanen. Auch die Ritzel müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.
Die Bedürfnisse beider Fraktionen erfüllt die 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff. Sie ist für den sportlichen Einsatz konzipiert und bringt die Vorteile eines geschlossenen Systems mit. Sie ist allerdings auch geeignet, so manches Budget zu sprengen. Wenn Sie allerdings nachrechnen, was Sie eine Kettenschaltung durch Wartung und Verschleiß an Material und Arbeitszeit über die Laufzeit des Fahrrades kosten wird, kann sich der Preis für die Rohloff-Nabe durchaus relativieren.

Die Gangschaltung

Über die beiden Schaltungsprinzipien Kettenschaltung und Nabenschaltung haben Sie oben bereits gelesen. Sie Fragen sich jetzt vielleicht, von welchem Hersteller Sie die Schaltung nehmen sollen. Es kommen lediglich vier Hersteller in Frage:

Bei den Verschleißteilen Kette und Ritzel sind Shimano und SRAM kompatibel. Eine generelle Empfehlung für den einen oder anderen Hersteller lässt sich nicht geben. Bei den Kettenschaltungen ist Shimano in puncto Leichtgängigkeit des Schaltvorgangs Spitzenreiter. Allerdings gilt das hauptsächlich für den Neuzustand. Der Unterschied zu den anderen Anbietern wird im Laufe der Nutzung immer geringer. Der Verschleiß von Shimano-Ritzeln und Ketten ist dafür etwas höher.
Sie sollten auch wissen, dass die Rücktrittbremsen, die sie in Nabenschaltungen von Shimano bekommen können, in jedem Gang eine gleich hohe Wirkung haben. Bei SRAM ist die Bremswirkung im höchsten Gang am niedrigsten, in den niedrigen Gängen ist die Bremse stärker. Manche halten das für ungünstig, manche halten es für ein Feature, weil die Dosierung leichter fällt.
Sie müssen sich auch für Schalthebel entscheiden. Meist werden Sie Drehgriffschalter oder Daumenschalter, die unter dem Lenker angeordnet sind, anfinden. Es ist Geschmackssache, wofür Sie sich entscheiden.

Die Bremsen

Folgende Varianten werden unterschieden:

Meist werden sie per Seilzug betätigt, alternativ kann dies auch hydraulisch geschehen.
Letztendlich ist die Technik aber nicht ausschlaggebend. Trommel, Rollen- und Rücktrittbremse sind witterungsunabhängig, weil sie in die Nabe integriert und damit vor Wind und Wetter geschützt sind. Die Trommel- und die Rollenbremse haben zwar eine ausreichende Bremswirkung, sie stoßen aber bei schwer beladenen Rädern (Kindersitz!) und/oder schneller Fahrt schnell an ihre Grenzen. Trommel-, Rollen- und Rücktrittbremsen sind für längere bergab-Fahrten nicht geeignet, da sie bei Dauerbremsung leicht überhitzen. In Alltagsrädern sind sie jedoch aufgrund der Wartungsarmut und Zuverlässigkeit gut aufgehoben.
Der sportliche Fahrer und der Reiseradler sucht sich jedoch lieber eine Felgen- oder eine Scheibenbremse aus. Die Seitenzugbremse findet man nur noch bei Rennrädern. Dort können die Bremsschenkel aufgrund der schmalen Reifen und der fehlenden Schutzbleche kurz gehalten werden. Das sorgt für die nötige Bremswirkung.
Felgenbremsen haben grundsätzlich bei Nässe eine geringere Bremswirkung als bei Trockenheit. Bei guten Bremsen ist der Unterschied jedoch sehr klein.
Alle Felgenbremsen haben den Nachteil, dass nicht nur die Bremsbeläge verschleißen, sondern auch die Felgen. Scheibenbremsen kennen diesen Nachteil nicht.
Den Scheibenbremsen von Magura sagt man sehr hohen Verschleiß an Bremsbelägen nach. Die Scheiben selbst halten bei allen Scheibenbremsen sehr lange. Scheibenbremsen lassen sich aber nicht beliebig an jedem Rad nachrüsten, da Rahmen, Gabel und Naben die entsprechenden Befestigungsmöglichkeiten aufweisen müssen. Die Gabel muss zudem extra verwindungssteif sein, da auf sie einseitige Belastungen zukommen.

Der Vorzug der hydraulischen Bremsen, z.B. vom Marktführer Magura, liegt darin, dass keine Seilzüge vorhanden sind, die reißen oder korrodieren können. Nur ein sorgfältig gepflegter Seilzug lässt die Handkraft vom Bremshebel mit guter Ausbeute am Bremskörper ankommen. Hydraulische Bremsen übertragen die Kraft durch einen Ölschlauch und kennen deshalb keine Verluste durch Seilreibung. Sie bieten sich deshalb besonders dort an, wo der Seilzug sehr lang sein muss und/oder in vielen Bögen verlegt werden muss.

Beleuchtung

Je mehr Sie Ihr neues Rad im Alltag benutzen wollen, desto mehr bietet sich eine Dynamo-gestützte Beleuchtung an. Der Dynamo ist im Gegensatz zum Akku immer betriebsbereit. Der Akku verlangt ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Pflege, damit er immer voll ist. Die Akkubeleuchtung ist normalerweise nicht fest am Rad installiert, Sie dürfen sie also nicht zu Hause vergessen. Am Ziel tragen Sie sie mit sich, damit sich kein anderer daran erfreut. Akkuscheinwerfer haben eine typische Leuchtdauer mit einer Akkuladung von rund 2 bis 2,5 Stunden, bei Kälte aber oft weniger.
Viele Dynamos haben die unangenehme Eigenschaft, bei Nässe auf dem Reifen durchzurutschen. Ergebnis: Sie haben kein Licht. Narrensicher in dieser Hinsicht sind nur Naben- und Speichendynamos. Letzere greifen mit einem Mitnehmer in die Speichen, Nabendynamos ersetzen die Vorderradnabe und haben einen dort integrierten Dynamo. Der Markt bietet einige brauchbare Modelle an: SON (der Rolls Royce unter den Nabendynamos), Shimano (der wohl am weitesten verbreitete), Renak. Ein Speichendynamo kommt von aufa, vormals FER. Diesem wird nachgesagt, dass der Mitnehmer leicht bricht und des öfteren die Riemen des internen Getriebes versagen.
Generell gilt: Achten Sie auf Leichtgängigkeit, denn die Energie für das Licht müssen Sie selbst aufbringen. Hier finden Sie eine Übersicht.
Der Scheinwerfer sollte unbedingt eine Halogenlampe haben. Herkömmliche Glühlampen geben bei gleicher Leistung wesentlich weniger Licht ab. Aber Sie wollen doch sehen, wo Sie hinfahren, oder? In einem Scheinwerfertest hat der Fachausschuss Technik des ADFC verschiedene Scheinwerfer nebeneinander gestellt. Dort können Sie Helligkeit und auch die Ausleuchtung der Straße vergleichend beurteilen.
Beim Rücklicht bieten sich alle Modelle an, die nicht mit einer Glühlampe, sondern mit Leuchtdioden (LEDs) betrieben werden. Diese haben den Glühlampen voraus, dass sie nicht durchbrennen. Sie haben eine quasi unbegrenzte Lebensdauer. Die Helligkeit dieser Rücklichter ist sehr gut. Wenn Sie sich ein Standlicht gönnen wollen, empfehlen wir die Modelle, die mit einem Kondensator an Stelle von Batterien oder Akkus arbeiten. Sie sind wartungsfrei, sehr langlebig und immer betriebsbereit. Schon wieder ein Bauteil, dem Sie keine Aufmerksamkeit mehr schenken müssen.
Dynamo, Scheinwerfer und Rücklicht wollen verkabelt werden. Es ist immer noch üblich, dies mit einem einfachen Kabel zu erledigen. Der Stromkreislauf wird dann vom Rahmen vervollständigt. Diese sparsame Lösung ist jedoch störanfällig, da Lackreste, Korrosion und Schmutz zu Kontaktschwierigkeiten führen. Sicher ist nur die doppeladrige Verkabelung. Moderne Beleuchtungskomponenten bieten auch die Möglichkeit zum Anschluss des Doppelkabels.
Wofür Sie sich auch entscheiden: Helligkeit zählt. Achten Sie darauf, dass der Scheinwerfer einen genügend starken und gleichmäßigen Lichtkegel auf die Straße wirft.

Die Ausstattung: Komplett oder spartanisch?

Auch diese Frage lässt sich nur im Zusammenhang mit dem Verwendungszweck beantworten. Wahrscheinlich ahnen Sie es: Ein vorwiegend sportlich genutztes Rad darf ruhig spartanisch ausgestattet werden. Schutzbleche, Kettenschutz und Gepäckträger haben keine hohe Priorität. Für den Alltag gewinnen diese Details aber an Bedeutung. Regenfahrten sind vorprogrammiert, ohne Schutzbleche ist Ihre Kleidung jedes Mal reif für die Wäsche. Wohin mit der Aktentasche? Sie können natürlich einen Rucksack nehmen, viele finden die Tasche am Gepäckträger praktischer. Da gibt es übrigens auch wirklich wasserdichte Taschen, z.B. von Ortlieb und VauDe. Damit kommen Ihre Akten auch bei sintflutartigen Regenfällen trocken ins Büro.
Die Befestigung von Schutzblechen und Gepäckträger geht am einfachsten, wenn an Rahmen und Gabel entsprechende Gewinde vorhanden sind.
Ein möglichst weit geschlossener Kettenschutz sorgt dafür, dass Ihre Hosenbeine sauber bleiben. Insofern ist es eigentlich kein Ketten- sondern ein Hosenschutz. Eine Kettenschaltung mit mehreren Kettenblättern erschwert übrigens die Montage eines Kettenschutzes. Manchmal hilft nur ein Band, um das Hosenbein zusammenzubinden.
Einen Flaschenhalter benötigen Sie lediglich beim Sport und auf Touren. Sind am Rahmen entsprechende Gewindeösen vorhanden, ist die Nachrüstung einfach. Aber auch an Rahmen ohne Gewinde kann man einen Flaschenhalter mit Schellen befestigen.

Die Felgen

Man unterscheidet Stahl- und Aluminiumfelgen. Stahlfelgen findet man nur noch an sehr billigen Rädern. Die Kombination von Stahlfelge und Felgenbremse ist bei Nässe problematisch. Sie sollten darauf verzichten.
In der Regel findet man heute Aluminiumfelgen an Fahrrädern. Man unterscheidet Kasten- und Hohlkammerfelgen. Letztere haben quasi einen Zwischenboden und sind dadurch stabiler. Ob das Profil flach oder hoch ist ("Aerofelge"), ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. Das hohe Profil bietet noch mehr Stabilität, was sich auf das gesamte Laufrad auswirkt. Es wird weitgehend unempfindlich gegen "Achter" und bei einem stark belasteten Rad auch weniger anfällig für Speichenbrüche sein.
Viele Felgen haben inzwischen Verschleißindikatoren, die den fortschreitenden Verschleiß durch Felgenbremsen anzeigen. Dadurch können Sie die Felge austauschen lassen, bevor sie vom Reifen gesprengt wird. Lassen Sie sich erklären, wie der Verschleißindikator funktioniert.

Und die Reifen?

Über diese Frage kann man philosophieren. Rennradler bevorzugen schmale Reifen, die weitgehend unprofiliert sind, die Mountainbiker greifen zum Breitreifen mit groben Profil.
Generell gilt: breite Reifen rollen nicht schlechter als schmale Reifen, bei gleichem Druck sogar besser! Vielmehr sind Profil und Druck entscheidend. Sie hören es, wenn ein Mountainbike mit groben Reifen auf Asfalt fährt: Der Reifen macht unüberhörbare Geräusche. Tretenergie wird dort in nutzlose Musik umgewandelt. Fahren Sie überwiegend Straße, genügt ein wenig profilierter Reifen. Sie dürfen auch ruhig einen Slick wählen, denn Aquaplaning müssen Sie erst bei Geschwindigkeiten über 400 km/h befürchten und die Haftung des Reifens auf der Straße hängt mehr von der Gummimischung als vom Profil ab. Auch für Feld- und Waldwege ist ein moderat profilierter Reifen durchaus ausreichend. Grobstollige Pneus haben eigentlich nur "im schweren Gelände" ihre Berechtigung.
Ein hoher Druck sorgt für Leichtlauf und Pannenresistenz. Der maximal erlaubte Druck steht bei einem Markenreifen auf dessen Flanke. Ein breiterer Reifen kann ohne Einbußen bei den Laufeigenschaften mit niedrigerem Druck gefahren werden. Dadurch wird der Fahrkomfort erhöht. Wobei wir schon beim nächsten Thema sind ...

Federung

Es ist nicht zu übersehen: Das vollgefederte Rad ist kein Exot mehr. Eine Federung bringt Komfort und Fahrsicherheit. Aber keine Wirkung ohne Nebenwirkung: Eine Federung bringt auf der anderen Seite zusätzliches Gewicht mit. Außerdem hat sie bewegliche Teile, die gepflegt und gewartet werden müssen und dem Verschleiß unterliegen. Fragen Sie deshalb Ihren Händler nach dem zeitlichen und finanziellen Aufwand dafür.
Es gibt die unterschiedlichsten Federungskonzepte: Vorn finden Sie in der Regel eine Federgabel, in seltenen Fällen eine Federung im Vorbau. Letztere haben den Ruf, nicht sehr seitenstabil zu sein. Der Lenker ist deshalb in der Horizontalen beweglich. Ein gefederter Vorbau ist allenfalls eine Lösung zum Nachrüsten, wenn eine Federgabel nicht in Frage kommt. Bei einem Neurad sollte man derartiges nicht antreffen.
Hinten kann entweder der Hinterbau gefedert sein, oder aber das Rad ist mit einer Federsattelstütze ausgestattet. Letzere erhöht den Fahrkomfort in wesentlich geringerem Ausmaß als ein gefederter Hinterbau. Sie bietet sich also eher zum Nachrüsten an. Trotzdem findet man auch einige Räder, die serienmäßig mit einer Federsattelstütze ausgestattet sind. Achten Sie darauf, dass sie nur minimales Spiel hat (der Sattel darf sich nicht drehen lassen). Bei einem minderwertigen Exemplar erhöht sich dieses seitliche Spiel recht schnell. Eine Federsattelstütze hat den Vorteil, dass sie keine Probleme beim Gepäcktransport nach sich zieht (s.u.).
Mit der Federung steigt selbstverständlich auch der Preis. Nun gibt es teure, billige und günstige Federungen. Die billigen Federungen zeichnen sich durch schlechte Federungs- und Dämpfungseigenschaften aus und lassen sich nicht auf Fahrergewicht und Wegebeschaffenheit einstellen. Lassen Sie sich also von Ihrem Händler erklären, wie die Federung eingestellt wird. Die Ersteinstellung sollte er komplett vornehmen. Lässt sich eine Federung nicht einstellen: Finger weg!

Federung und Gepäck

Eine Federung muss auf das Fahrergewicht abgestimmt werden. Wird das Rad nun zusätzlich mit Gepäck beladen, ist die Abstimmung nicht mehr optimal. Fahren Sie öfter mit Gepäck, sollten Sie auf leichte Justagemöglichkeiten achten oder bei der Abstimmung einen guten Kompromiss wählen.
Wohin mit dem Gepäck beim gefederten Rad? Sie haben die Möglichkeit, das Gepäck an die gefederte Masse oder die ungefederte Masse zu hängen. Zur Begriffsklärung: Die Laufräder gehören prinzipiell zur ungefederten Masse. Die ungefederte Masse sollte aber so gering wie möglich gehalten werden. Eine Belastung mit Gepäck wirkt sich in jedem Fall ungünstig auf die Federungseigenschaften aus. Auch das Gepäck wird dort mehr belastet, als es bei einem völlig ungefederten Rad der Fall wäre.
Bei einer Teleskopfedergabel gibt es fast keine andere Möglichkeit, als das Gepäck an die ungefederte Masse zu hängen. Es gibt auch spezielle Gepäckträger, die an der gefederten Masse befestigt werden, jedoch haben diese den Nachteil, den Schwerpunkt arg nach oben zu verlagern. Dies wirkt sich ungünstig auf das Lenkverhalten aus. Die Alternative ist eine Federgabel nach dem Prinzip der geschobenen Schwinge. Die einzige Gabel dieser Art scheint es aber im Handel nicht mehr zu geben. Lediglich das Faltrad Birdy hat eine solche Schwinge. Dort kann man einen Lowrider (Gepäckträger, an dem die Taschen in Achsnähe angehängt werden) an der gefederten Masse befestigen.
Am Hinterbau ist die Problematik ähnlich: Ein Gepäckträger wird normalerweise am Hinterbau befestigt. Dieser gehört jedoch zur ungefederten Masse. Die Alternative ist ein spezieller Gepäckträger, der am Rahmen befestigt wird und konstruktiv vom Hersteller vorgesehen sein muss. Die DIN EN 14872 sieht für solche Gepäckträger eine maximale Belastbarkeit von 25 Kilogramm vor. Achten Sie aber in jedem Fall auf die Herstellerangaben, diese sind maßgeblich. Wird ein solcher Träger vom Fahrradhersteller nicht angeboten, fällt diese Alternative weg. Einige Fahrradhersteller haben den Gepäckträger auch direkt in den Rahmen integriert (z.B. riese und müller).
Bei den meisten Fahrrädern mit Hinterbaufederung sind solche Gepäckträger nicht vorgesehen. Dann ist nur noch ein Gepäckträger möglich, der an der Sattelstätze angeklemmt wird. Für solche Gepäckträger legt die DIN EN 14872 eine Belastungsgrenze von 10 Kilogramm fest. Ein größerer Einkauf überfordert einen solchen Träger also leicht. Die Montage von Packtaschen an ist nicht immer möglich, weil die Taschen ins Hinterrad pendeln können. Im Handel finden Sie aber auch Modelle, die bis 12,5 Kilogramm belastbar sind und außerdem seitliche Bügel haben, die Packtaschen daran hindern in die Speichen zu pendeln.
So gibt es auch im Internet Onlineshops mit unterschiedlichsten Fahrradtaschen in verschiedenen Ausführungen, Formen und Größen. Ob Einzel-, Doppel-, oder Dreifachtasche, Sie finden hier auch unterschiedlichste Materialien zu jedem Zweck, jedem Wetterzustand und jeder Belastung.
Wenn Sie häufig und schweres Gepäck transportieren und sich ein gefedertes Rad wünschen, sollten Sie also darauf achten, dass der Hersteller des Rades den Gepäcktransport in seinem Konzept angemessen berücksichtigt hat.

Zubehör

Es bietet sich an, direkt mit dem Fahrrad auch passendes Zubehör zu kaufen. Was da sinnvoll ist, hängt natürlich vom Bedarf ab. Wir empfehlen auf jeden Fall den Kauf eines guten Schlosses. Damit sollten Sie Ihr neues Rad nicht nur abschließen, sondern auch an einem festen Gegenstand anschließen können. Nur dann haben Sie lange Freude an Ihrer Neuanschaffung.
Achten Sie auch darauf, dass sich das Schloss auch gut am Rad befestigen können. Meist werden ein oder mehrere Halter mitgeliefert, noch mehr Auswahl ist als Zubehör zu haben. Wenn Sie sich für die Unterbringung am Gepäckträger entscheiden, wird dort keine Packtasche mehr Platz finden. Im Rahmendreieck stört es womöglich - je nach Rahmenform - den freien Durchstieg. Auch mit Trinkflaschen kann das Schloss kollidieren. An der Kettenstrebe verschmutzt das Schloss stärker als an anderen Stellen. Von der Befestigung an der Gabel rate ich ab. Ein gutes Schloss wiegt durchaus 1,5 kg, die sich an der Gabel befestigt negativ auf das Lenkverhalten auswirken. An einer Federgabel befestigt wird auch die Federung gestört und das Schloss wird sehr starkt durchgeschüttelt. Fazit: Die Unterbringung des Schlosses muss gut überlegt sein - aber es wird sich ein passender Ort finden.
Sie sollten damit rechnen, noch einmal 50 bis 100 EUR in ein Schloss zu investieren. Nähere Informationen zu Fahrradschlössern gibt es im Kapitel "Schlösser".

Der richtige Zeitpunkt

Ein günstiger Zeitpunkt für den Fahrradkauf ist die Nebensaison (etwa Oktober bis Februar). Dann herrscht kein Hochbetrieb in der Werkstatt, so dass das Personal genug Zeit und Muße für eine ausführliche Beratung hat. Außerdem müssen die Händler ihre Lager leerräumen, um Platz die Räder für die neue Saison zu schaffen. Da gibt es dann das ein oder andere Schnäppchen. Aber Vorsicht: der Händler sollte nicht dazu neigen, ihnen ein Rad nach Vorrätigkeit und weniger nach Ihren Bedürfnissen und Anforderungen zu verkaufen.

Der richtige Zeitpunkt für ein neues Fahrrad ist aber auch dann gekommen, wenn Sie beschließen, dass Sie etwas verändern wollen. Ja, der tägliche Weg zur Arbeit kann mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Ihr Auto wird sowieso nicht mehr durch den TÜV kommen, also steht fest: den alten Gebrauchtwagen verkaufen (oder das Motorrad wegschließen) und das Geld in ein gutes Fahrrad oder eine komplette Umrüstung oder Reparatur investieren. Wenn Sie es damit ernst meinen, sollten Sie die Nebensaison für den Kauf des Fahrrades nutzen und dann auch noch etwas Geld in eine gute Ausrüstung (Regenhose, -jacke etc.) stecken. Denn Sie werden schnell merken, wie entspannt, selbst bei Regen, die tägliche Fahrt zur Arbeit mit dem Fahrrad sein kann. Und dann werden Sie nicht mehr darauf verzichten wollen, selbst wenn Sie wieder ein Auto zur Verfügung haben sollten.

Der richtige Händler

Zunächst liegt es an Ihnen, einen kompetenten Händler zu finden. Konkrete Empfehlungen können wir nicht geben. Sprechen Sie den örtlichen ADFC an, dort erhalten Sie die ersten Anhaltspunkte. Sprechen Sie auch mit Freunden und Bekannten über deren Händler und ob sie sich dort gut aufgehoben fühlen. Ein "guter" Händler nimmt sich ausreichend Zeit für die Beratung und wickelt das Gespräch nicht zwischen Tür und Angel ab. Er zeigt Ihnen auch kein Rad, bevor er nicht Ihre konkreten Bedürfnisse, Vorlieben und den Anwendungszweck abgefragt hat. Die Antworten haben Sie ja bereits parat...
Der Händler sollte auch bereit sein, Teile, die Ihnen nicht gefallen, auszutauschen und die abmontierten Teile in Zahlung zu nehmen. Er sollte auch persönliche Erfahrungen mitbringen. Ein nicht Rad fahrender Fahrradhändler kann nur theoretisch beraten. Aber so krass muss es ja nicht kommen. Haben Sie aber ausgefallene Wünsche, z.B. ein Liegerad oder ein Tandem, muss der Händler selbst ein solches Gefährt fahren.
Ach so - schreiten Sie besser nicht mitten in der Hochsaison zum Fahrradkauf. Der Händler hat viel zu tun, die Werkstatt ist voll. Ein Samstag ist vielleicht auch nicht unbedingt geeignet. Suchen Sie sich einen Tag im Herbst oder Winter aus, wenn der Fahrradfachhandel weniger zu tun hat. Dann hat der Händler auch eine reelle Chance, sich ausreichend Zeit für Sie zu nehmen. Damit steigen auch Ihre Aussichten, mit Ihrem Wunschrad nach Hause zu fahren, das Ihnen auch lange Freude bereiten wird.
Ein letzter Rat zum Händler: Wählen Sie möglichst einen Laden, den Sie gut erreichen können. Dies ist umso wichtiger, je weniger Sie selbst am Rad reparieren und warten können oder wollen. Lange Wege können dafür sorgen, dass Sie im falle eines Defekts lange auf Ihr Rad verzichten müssen, weil Sie es einfach nicht schaffen, das Rad zum Händler zu bringen oder wieder abzuholen.

Wie geht es weiter?

Die Aufgabe des Händlers ist es nun, die für Sie passende Rahmenhöhe festzustellen. Sie richtet sich nach der Schrittlänge und eventuell auch nach der Oberkörperlänge. Wenn Sie über dem Rad stehen, sollten Sie über dem Oberrohr noch mindestens 10 cm "Luft haben". Die Laufradgröße ist aber völlig unerheblich. Auch beim Rose-Versand finden Sie eine Hilfestellung für die Ermittlung der richtigen Rahmenhöhe. Markenräder sind in verschiedenen Rahmenhöhen erhältlich. Baumarkträder dagegen erhalten Sie dagegen meist nur in einer Rahmenhöhe. Auch das ist ein wichtiges Argument für den Kauf beim Fachhändler.
Erst jetzt geht die Suche nach einem passenden Modell los, das die aufgrund des Verwendungszwecks bestehenden Anforderungen erfüllt.

Die Probefahrt

Wichtig ist, dass Ihnen der Händler die Möglichkeit gibt, ausreichend Probe zu fahren. Eine kleine Runde im Hof für 30 Sekunden reicht nicht aus. Eine ein, zwei Stunden dauernde Tour sollte es schon sein, bevor Sie eine Entscheidung über das Rad treffen können.

Andere Fahrradtypen

An dieser Stelle haben wir nur "normale" Fahrräder betrachtet. Natürlich können Sie sich auch ein Fahrrad einer etwas ungewöhnlicheren Bauart kaufen. Dazu gehören z.B. Liegeräder, Falträder, Tandems oder Pedersenräder. Grundsätzlich gelten die vorangegangenen Betrachtungen auch für diese Räder. Zusätzlich gilt es aber noch andere Details zu beachten. Dazu verweisen wir auf die einschlägigen Foren:

Große Leute, schwere Leute

Für große und/oder schwere Leute ist es mitunter nicht leicht, ein geeignetes Fahrrad zu finden. Viele Hersteller geben nicht an, wie belastbar ihre Modelle sind. Von mehr als 100 Kilogramm maximalem Gesamtgewicht würde ich nicht ausgehen.
Einige wenige Räder werden vom Hersteller mit einer maximalen Belastung von bis zu 150 kg, also rund 170 kg Gesamtgewicht angegeben. Dazu zählen zum Beispiel das "Sumo" von Schauff und das "London" von Utopia. Der Ein-Zoll-Gabelschaft erscheint allerdings etwas knapp bemessen für die vorgesehene Belastung.
Von USED kommt das "BigBoy", das eine Tragfähigkeit von 135 Kilogramm hat.
Zu beachten ist auch, dass es für Reifen Belastungsgrenzen gibt. Schwalbe z.B. gibt für seine Reifen Maximalbelastungen an. Der belastbarste Reifen ist der Big Apple in der Dimension 60-622 (160 kg). Grobe Faustregel: Je breiter, desto belastbarer. Die Belastung verteilt sich auf zwei Reifen, jedoch nicht unbedingt hälftig. Je nach Sitzposition wird das Hinterrad mehr oder weniger belastet. Bei recht aufrechter Position würde ich 75 Prozent für das Hinterrad veranschlagen. Die beiden ersten genannten Modelle lassen sich allerdings nicht mit dem Big Apple ausrüsten, weil der mit 60 mm zu breit ist.

Große Menschen werden z.B. bei Utopia fündig. Das Modell "London" ist z.B. bis zu einer Rahmenhöhe von 78 Zentimetern erhältlich, die "Silbermöwe immerhin bis 68 Zentimeter.
Von der Fahrradmanufaktur gibt es das "T-XXL" mit Rahmenhöhen bis 70 Zentimeter. Das T-1000 z.B. gibt es immerhin bis 62 Zentimeter. Räder der Fahrradmanufaktur gibt es bei Läden des VSF.
Von Part gibt es Räder bis 70 Zentimeter Rahmenhöhe.
Auch bei Norwid lohnt sich ein Blick, auch dort gibt es recht große Rahmen jenseits der 60 Zentimeter.
Dann gibt es noch eine Fahrradschmiede namens AT Zweirad in Altenberge, die das Modell XXL auch bis mindestens 70 Zentimeter anbietet.
Beim Rose-Versand gibt es das Nishiki Timbuktu mit 66 Zentimetern - wobei da natürlich keine Probefahrt möglich ist. Wanderer bietet (Alu)rahmen bis 61/62 Zentimeter an, KTM ebenfalls Alurahmen bis 60 Zentimeter.
An dieser Stelle wird es noch einmal Zeit, mit einem Vorurteil aufzurämen: Stahl bedeutet nicht zwangsläufig schwer, Alu bedeutet nicht zwangsläufig leicht. Ein gut gebauter Stahlrahmen ist problemlos leichter als ein schlecht gebauter Alurahmen. Alu hat zwar ein um etwa ein Drittel geringeres Gewicht als Stahl, hat aber auch eine um ein Drittel geringere Festigkeit. Um einen Alurahmen zu bauen, der so stabil und haltbar ist wie ein Stahlrahmen, benötigt der Rahmenbauer deshalb ein Drittel mehr Material – und der Gewichtsvorteil ist dahin. Ein guter Alurahmen muss also materialgerecht konstruiert sein. Das bedeutet in der Regel dünnwandige Rohre mit großem Durchmesser. Nimmt man Rohre mit gleichem Durchmesser aus Stahl, kann der Rahmen leichter werden – weil noch dünnwandigere Rohre verwendet werden können. Irgendwann ist allerdings eine Grenze erreicht, weil zu dünnwandige Rohre sehr schnell einbeulen.
Zu diesem Thema siehe auch die Ausfürungen beim ADFC Fachausschuss Technik.

Richtig speziell wird es, wenn große und/oder schwere Menschen ein Faltrad suchen. Bei einem Fahrrad, das im Allgemeinen unter der Rubrik "Spezialrad" geführt wird, wird die Sache naturgemäß nicht einfach. Man wird sich bei der Gewichtsklasse und Größe immer in einem Grenzbereich bewegen.
Das Birdy von Riese und Müller ist bis 110 Kilogramm Gesamtgewicht und 195 Zentimeter Körpergröße ausgelegt. Von einer Verlängerung der Sattelstütze kann man nur abraten.
Am ehesten sind die Falter von Bernds geeignet, sie von der Sattelstützenlänge und auch von der Verstellbarkeit her herausragend. Bei sehr großen Leuten kann allerdings die Schwerpunktlage ungüstig werden – also unbedingt ausführlich ausprobieren.
Das Brompton ist bis 100 Kilogramm Gesamtgewicht zugelassen, es gibt allerdings auch langjährige Benutzer mit bis zu 140 Kilogramm. Die Teleskopsattelstütze reicht auch für Fahrer jenseits der Zwei-Meter-Marke. Der Lenker sitzt dann allerdings schon reichlich tief.
Dahon gibt für Ihre Falträder eine Belastbarkeit bzw. Tragfähigkeit von 105 Kilogramm an. Bei mehr als zwei Meter Körpergröße ist die Sitzposition nicht mehr optimal.
Giant sagt zu ihrem Halfway bezüglich eines Nutzers mit 195 Kilogramm und 2,05 Größe: "Das Halfway hält solche Fahrer schon aus. Allerdings wird sich der Fahrer bei dieser Körpergröße auf dem Rad auf längere Dauer nicht wohlfühlen."

E-Book zum Thema Fahrrad-Kaufberatung von Antonella und Vincent Schmalbach

 

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© September 2002
Peter de Leuw PdL, , letzte Aktualisierung: 16.09.2014

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