Umbauten und Anpassung an die eigenen Bedürfnisse

Vom "Birdy green" zu "meinem Birdy"

Noch nie habe ich ein Fahrrad gekauft, das von Anfang an genau meinen Vorstellungen entsprach. Nach kurzer Fahrpraxis kommt regelmäßig ein Wunsch zum anderen, so dass die ersten Umbauten fällig werden. Das Birdy habe ich an mehreren Stellen verändert, wo, das verrate ich hier.

 

[Erfahrungen mit dem Birdy] [Montage eines Fahrradcomputers] [Umrüstung des Riemenantriebes auf Kettenantrieb]
[Lenkerhörnchen und Faltbarkeit] [Gegen Satteldiebstahl] [Die Vorderradbremse]
[Speichenprobleme bei Nabenschaltungen] [TracPearls - der bessere Bremszug?] [birdy-freunde: Tipps, Infos, Meinungsaustausch]
[Hinweis zur Haftung]

 


Lenkerhörnchen

Den geraden Lenker habe ich mit Lenkerhörnchen ausgerüstet (auf dem Foto der Vorseite zu erkennen). Im zusammengefalteten Zustand stehen die Hörnchen aber vom Rad ab. Sie vergrößern daher das Packmaß und stören beim Tragen. Ich habe daher nach einer Lösung gesucht, die Hörnchen einzuklappen. Am einfachsten erschien es mir, den Lenker als Ganzes zu drehen. Ich habe daher die Fixierschraube am Vorbau entfernt und einen handelsüblichen Schnellspanner für Sättel eingesetzt.
Die Schraube habe ich gekürzt, das Gewinde entsprechend verlängert. Die zugehörige Mutter war natürlich zu groß. Stattdessen habe ich eine normale Mutter M5 auf M6 aufgeschnitten und an einer Seite zusätzlich abgefeilt. Die abgefeilte Seite kommt direkt am Vorbau zu liegen. Eine M6-Mutter wäre auch zu groß gewesen.

 

Lenkerfixierung mittels Schnellspanner

 

Lenkerfixierung mittels Schnellspanner

 

Inzwischen habe ich einen neuen, in der Höhe verstellbaren Vorbau. Dieser hat eine veränderte Lenkerklemmung: Sie ist zweiseitig verschraubt und hat Sacklöcher. Die Sacklöcher haben ein M6-Gewinde. Schnellspanner mit M6-Schraube scheint es nicht zu geben. Also habe ich das vordere Loch mit einem 4 mm-Bohrer durchbohrt und ein M5-Gewinde eingeschnitten. Dann konnte ich den bisherigen Schnellspanner eindrehen (untere Abbildung). Die Klemmung lässt sich leicht justieren, indem man die vordere Schraube verstellt.

Der Schnellspanner klemmt den Lenker zuverlässig und sorgt dafür, dass ich die Hörnchen mit einem Handgriff an das zusammengelegte Rad klappen kann. Der Faltvorgang wird dadurch nur um einige Zehntelsekunden verlängert.

 

Lenkerfixierung mittels Schnellspanner

 

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[Erfahrungen mit dem Birdy] [Montage eines Fahrradcomputers] [Umrüstung des Riemenantriebes auf Kettenantrieb]
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Diebstahlsicherung für den Sattel

Da ich mein Birdy auch mal längere Zeit abstellen möchte (daher auch das montierte Schloss), wollte ich den Sattel gegen Diebstahl sichern. Die einfachste Möglichkeit, nämlich den Austausch des Schnellspanners gegen eine Klemmschraube, kommt natürlich bei einem Faltrad nicht in Frage. Stattdessen habe ich einen normalen Schaltzug durch einen Spalt zwischen der Sattelstütze und dem Kloben, der den Sattel festklemmt, eingefädelt. Der Spalt ist so eng, dass der Nippel hängen bleibt. Das Ende des Schaltzuges habe ich an der Schraube, die die Achse für das Gelenk der Hinterradschwinge klemmt, festgeschraubt (Pfeil).
Damit im gefalteten Zustand keine allzu große Schlaufe unten heraus hängt, habe ich zusätzlich eine Spiralfeder mit zwei Lüsterklemmen am Schaltzug befestigt. Ist der Sattel herausgezogen, wird das Schaltseil und die Feder gespannt. Im zusammengefalteten Zustand zieht sich die Feder zusammen und verkürzt das Schaltseil. Entgegen dem Foto habe ich die Feder so weit in der Sattelstütze montiert, dass die entstehende Schlaufe darin verschwindet.
Diese Sicherung hat noch einen Nebeneffekt: Als ich noch den ungefederten, direkt an der Schwinge befestigten Gepäckträger hatte, konnte ich beim Auseinanderfalten des Birdys den Sattel einfach herausziehen, bis das Seil straff war. Danach gab ich wieder einige Zentimeter nach und schon stimmte die Sattelhöhe! Inzwischen habe ich einen rahmenfesten Gepäckträger, der die richtige Sattelhöhe einstellt.

 

Bowdenzug gegen Satteldiebstahl

 

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Vom Riemen zur Kette

Der ursprüngliche Riemenantrieb meines Birdy green hat sich als nicht sehr haltbar erwiesen. Inzwischen wird das Birdy green mit Kettenantrieb ausgeliefert. riese und müller bot die Umrüstung an. Die Umrüstung bei riese und müller vornehmen zu lassen, war mir aber eindeutig zu teuer und zu zeitaufwändig. So habe ich mir die notwendigen Ersatzteile aus anderen Quellen eingekauft: Eine Dotek-Tretkurbelgarnitur mit 52 Zähnen und beidseitigen Aluminium-Schutzscheiben, wie sie beipielsweise auch für Liegeräder mit der Sachs-3x7-Gangschaltung verwendet wird (80 DM), ein gebrauchtes Schaltwerk Shimano Exage 300 LX als Kettenspanner (10 DM), ein Tretlager mit 118 mm langer Welle (das bisherige Tretlager war zu breit) (30 DM), ein Ritzel mit 18 Zähnen (5 DM), eine Kette (20 DM). Summe: rund 145 DM, also etwa die Hälfte des von riese und müller verlangten Betrages.
Das notwendige Schaltauge war an meinem Modell bereits vorhanden, an neueren Modellen mit dem Hohlradantrieb läßt es sich leicht nachrüsten.
Damit die Kette beim plötzlichen und starken Bremsen mit der Rücktrittbremse nicht überspringt, enthält das Umrüstkit von r-m noch einen Kettenfangstift, der an der Schwinge montiert wird. Dazu muss eine Gewindeniete in das Aluprofil eingesetzt werden. Ich habe auf diesen Stift verzichtet und bisher keine Probleme gehabt.
So umgebaut, hat das Birdy einen Übersetzungsbereich von 1,83 bis 4,46, entsprechend einer Entfaltung von 2,50 m bis 6,10 m. Das war mir persönlich etwas wenig, deshalb habe ich inzwischen ein Ritzel mit 16 Zähnen montiert. Dadurch verschob sich der Übersetzungsbereich nach 2,05 bis 5,02 (entsprechend einer Entfaltung von 2,80 auf 6,90). Das sind keine Zahlen für ein Rennrad, aber für ein Rad mit diesem Einsatzbereich ist es ordentlich. Ich komme so zügig voran. Die Montage eines kleineren Ritzels ist nicht möglich, da sonst die Schraube, mit der der Schaltzug an der Nabe angehängt wird, in die Kette gerät. Das Ritzel müsste dann mit der Kröpfung nach innen montiert werden. Dann stimmt aber die Kettenlinie nicht mehr, weil das Kettenblatt zu weit außen sitzt. Weiter nach innen darf dieses aber nicht rücken, weil es sonst beim Falten am Rahmen hängen bleibt.
Ich habe den Eindruck, dass die Kraft mit der Kette wesentlich direkter zum Hinterrad kommt, als mit dem Riemen. Fazit: Der Umbau hat sich in jedem Fall gelohnt!

 

Der Kettenantrieb

Schaltwerk als Kettenspanner

Der Kettenantrieb

Ein billiges Schaltwerk als Kettenspanner

Kettenfangstift
Der Kettenfangstift (Foto: riese und müller)

 

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Fahrradcomputer am Birdy

Ein Birdy lässt sich einfach mit einem Sigma-Fahrradcomputer ausrüsten. Der Sensor wird mit einem Gummiring an der Gabel befestigt, so dass es keine Rolle spielt, ob das Gabelrohr eckig oder rund ist. Das Kabel wird innen an der Gabel hochgeführt und mit Isoband (oder besser Gewebeband) über die ganze Länge fixiert (Achtung: Am Gelenk etwas "Luft" lassen!). Anschließend habe ich es um den Bremszug bis zum Lenker gewickelt. Der Halter wird auf dem Lenker ebenfalls mit einem Gummiring befestigt. Als Radumfang habe ich 1370 mm ermittelt (für den Schwalbe Stelvio sollten 1295 richtig sein).

Aber auch einen Cateye-Computer habe ich schon an einem Birdy montiert. Die Kunststoffschelle am Sensor ist so weich, dass sie sich auch um das eckige Gabelrohr ziehen lässt.

Einige kabellose Tachos sollen am Birdy nicht zuverlässig funktionieren. Es kommt auch darauf an, ob man einen Allround- oder Comfort-Vorbau hat. So wie ich den Tacho am Comfort-Vorbau montiert habe, beträgt der Abstand zwischen Sensor und Tacho ca. 75 cm. Durch etwas modifizierte Montage könnte der Abstand auf rund 65 cm verringert werden. Bei einem "normalen" Rad kommt man mit 45 bis 50 cm Abstand aus. Diese 20 cm könnten entscheidend sein, da die Reichweiten dieser Tachos nicht zu groß sein dürfen. Sonst kommen sich die Tachos von zwei Rädern, die nebeneinander fahren, in die Quere.
Details zu drahtlosen Tachos siehe www.birdy-freunde.de/mybirdy/tacho.html.

 

Sensor und Speichenmagnet

 

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Speichenbrüche?

Die Modelle Birdy green und Birdy blue sind mit einer Nabenschaltung ausgerüstet. Der Flanschdurchmesser dieser Naben ist im Vergleich zu denen von Kettenschaltungsnaben recht groß. Dadurch werden die Speichen in einem relativ flachen Winkel in die Nippel an der Felge geführt und demzufolge dort leicht geknickt (Foto rechts: Diese Speiche habe ich aus meinem Birdy ausgebaut). Während die ersten Birdy green-Modelle noch mit zweifach gekreuzten Speichen ausgeliefert wurden, hat man bei späteren Modellen das Problem durch einfach gekreuzte Speichen (136 und 138 mm) entschärft. Trotzdem kommen immer noch Speichenbrüche im Hinterrad vor. Daher sollten Sie unbedingt im Zuge der Erstinspektion das Hinterrad nachzentrieren lassen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit von Speichenbrüchen erheblich. In Abständen ist auch die Kontrolle der Speichen ratsam. Gebrochene Speichen sind nicht immer sofort sichtbar, da sie oft innerhalb des Nippels brechen und dort zunächst auch stecken bleiben, ohne dass der Bruch offensichtlich wird.

riese und müller haben sich etwas zur Lösung des Speichenproblems einfallen lassen (Auskunft von Juni 1999): Zukünftig werden stärkere Speichen verwendet (2,34 mm, 2 mm am Gewinde). Zusätzlich wird am Speichenkopf eine Unterlegscheibe eingesetzt, da die Nabenflansche der Sachs-Naben relativ dünn sind. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit von Speichenbrüchen am Nabenflansch. Eine weitere Maßnahme ist die Verwendung einer anderen Nippelform. Während herkömmliche Nippel konisch geformt sind (Foto Mitte), kommen bei den Hinterrädern des Birdy zukünftig die "Poly-Ax"-Nippel der belgischen Firma Sapim zum Einsatz (Foto links), die mit einer runden Fläche im Felgenloch liegen. Dadurch kann sich der Nippel besser mit der Speiche ausrichten, so dass es nicht mehr zum Abknicken der Speiche am Gewindeansatz kommt. Außerdem werden seit Oktober 1999 die Hinterräder mit 36-Loch-Felgen (anstatt bisher 24-Loch) aufgebaut.
Als letzte Maßnahme nannte mir der Mechaniker von riese und müller die Möglichkeit, die Speichen am Nabenflansch nicht mehr wie üblich abwechselnd mit den Köpfen nach außen und innen einzulegen, sondern an der Antriebsseite alle Speichen mit den Köpfe nach innen, an der linken Seite alle Speichen mit den Köpfen nach außen zu montieren. Dadurch erhält das Laufrad eine höhere Symmetrie, der Unterschied zwischen der Speichenspannung auf der rechten und linken Seite wird minimiert.

 

Nippel und Speiche

 

Ich habe mein Hinterrad umgebaut: 2 mm Speichen (von Sapim?), Poly-Ax-Nippel von Sapim, alle Speichen der Antriebsseite mit den Köpfen nach innen und an der linken Seite mit den Köpfen nach außen, aber keine Unterlegscheiben am Nabenflansch. Meine Bezugsquelle für die Speichen (ich habe sie nicht bei riese und müller gekauft) hatte keine 2,34 mm-Speichen mit 2 mm-Gewinde im Angebot, so dass ich mich für die durchgehend 2 mm starke Version entschieden habe. Auf die Unterlegscheiben habe ich verzichtet, da die Speichen recht gut am Flansch anliegen und meine Speichen bisher am Gewinde-Ansatz, nicht am Speichenkopf, gebrochen sind. Außerdem habe ich meine alte 24-Loch-Felge weiterverwendet. Bei dieser Gelegenheit habe ich meine defekte 4-Gang-Nabe gegen die 7-Gang-Version von Shimano ausgetauscht. Den Rapidfire-Schalthebel musste ich übrigens nicht austauschen: Er hat sieben Raster, die mit der 7-Gang-Nabe kompatibel sind.
Qualitativ gute Speichen im Wunschmaß - also auch für das Birdy -, Nippel und Messing-Unterlegscheiben gibt es bei velorution, beim Velo Doctor und bei Pedalkraft.

 

symmetrisches Hinterrad 

 alle Köpfe auf der linken Seite

 

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Die Vorderradbremse

war ursprünglich eine einfache Seitenzugbremse aus der "Exage"-Gruppe vom Marktführer Shimano. Der Bremszug ist in einem großen Bogen an der Vorderradgabel herunter und von unten an der Bremse ankommend verlegt, um die Faltbarkeit des Rades nicht zu beeinträchtigen. Der Wirkungsgrad der Bremse war daher nicht berauschend. Neuere Birdy-Modelle sind mit V-Bremsen ausgestattet, die wesentlich wirkungsvoller sind. Eine nachträgliche Umrüstung des Rades auf V-Bremsen kam nicht in Frage, da an der Gabel spezielle Sockel benötigt werden, die natürlich bei meinem Modell noch nicht vorhanden sind. Ich habe daher eine Seitenzugbremse aus der Gruppe "Shimano 105" genommen, die bis vor Kurzem an meinem Reiserad seinen Dienst tat. Diese Bremse ist mechanisch etwas anders aufgebaut: Sie besitzt nicht wie herkömmliche Seitenzugbremsen nur einen Drehpunkt in der Mitte, an dem die Bremse auch befestigt wird, sondern einen zusätzlichen zweiten, dezentralen Drehpunkt ("dual pivot", s.kleines Bild oben rechts. Der Wirkungsgrad dieser Bremse ist deutlich besser. Alternativ ist auch die Bremse aus der Gruppe RX 100 zu empfehlen, die den gleichen Aufbau hat, genau so gut bremst, eine andere Oberfläche besitzt und dafür etwas billiger ist.
Ein geringfügiger Umbau der Bremse war notwendig, da der Bremszug beim Birdy nicht von oben, sondern von unten in die Bremse eingeleitet wird. Alle zum Umbau erforderlichen Teile habe ich von der Original-Bremse genommen. Außerdem konnte ich den praktischen Schnellspannhebel erhalten, der bei der alten Bremse nicht vorhanden war.

 

Die dual pivot Seitenzugbremse

 

Inzwischen habe ich hydraulische Bremsen von Magura montiert. Dabei handelt es sich um eine alte Hydro-Stop-Mountain, die ich von einem nicht mehr existierenden Rad Baujahr 1994 "geerbt" habe. Mangels Cantilever-Sockeln an der Gabel habe ich für die Befestigung den dazu gehörenden Adapter verwendet, den es früher auch einzeln bei Magura gab. Er war leider zu lang und zu voluminös. Deshalb habe ich das Mittelstück herausgesägt und die verbleibenden Schenkel mit Schlauchschellen an der Gabel befestigt. Nicht sehr elegant, aber es hält. Den Bremsschlauch habe ich mit Kabelbindern an der Gabel fixiert. Jetzt habe ich keine Probleme mehr mit den Seitenzugbremsen.

Die Fotos zeigen

  • die Montage der Bremse und Fixierung des Bremsschlauches an der Gabel.
  • den abgesägten Adapter und seine Befestigung mit Schlauchschellen von schräg vorn.
  • den abgesägten Adapter von der Seite.

 

Magura Hydro-Stop-Mountain 

 Magura Hydro-Stop-Mountain


Magura Hydro-Stop-Mountain

 

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TracPearls - der bessere Bremszug?

Der Bremszug der Vorderradbremse ist so verlegt, wie man normalerweise nie einen Bremszug verlegen würde: Der Zug führt vom Bremshebel kommend auf Höhe der Vorderradnabe einen 180°-Bogen, um dann von unten zur Bremse zu gelangen. Dieser Bogen ist nötig, um ein reibungsloses Falten zu ermöglichen. Dieser Bogen ist es aber auch, der der Bremse jeglichen Biss nimmt. Der Bremszug biegt und windet sich, wenn man am Hebel zieht. Man sieht förmlich, wie die Kraft im Bremszug ins Leere läuft. Dies ist bei der Seitenzugbremse, die beim Birdy bis etwa Mitte 1997 montiert wurde, noch deutlicher als bei der seitdem montierten V-Brake.
Hier hilft also zunächst ein Außenzug, der in Längsrichtung nicht flexibel ist. Denn das ist eine übliche Unart von Außenzügen: Sie haben als stabilisierendes Element eine Stahlspirale, die in allen Richtungen einge gewisse Flexibilität zeigt. Das ist nicht erwünscht. Die nokon-TracPearls besitzen diese Schwäche konstruktionsbedingt nicht. Dieser Zug besteht aus Aluminiumhülsen und -perlen, die abwechselnd auf einen Teflonschlauch aufgezogen werden. In Längsrichtung ist dieser Zug überhaupt nicht flexibel. Es lassen sich aber sehr enge Bögen verlegen, ohne den Zug zu knicken.
Mit einem normalen Bremszug-Satz, wie er standardmäßig angeboten wird, kommt man aber nicht aus, weil Seilzüge am Birdy viel länger sind als normal. Der Hersteller der TracPearls, The Cutting Crew, geht auch davon aus, dass der Bremszug für das Hinterrad nicht komplett im Außenzug geführt wird. Das Bremszug-Set enthält Material für rund 80 cm Bremszug. Die restliche Länge muss also mit den Ergänzungssets zusammengestellt werden. Diese reichen für 21 cm (15 Perlen und 15 Hülsen enspr. 15 x 14 mm). Für V-Brakes benötigt man außerdem ein V-Brake-Set (10 Perlen, 10 kürzere Hüsen, spezieller Stopper).
Abhängig vom Vorbau werden für V-Brakes die folgenden Längen benötigt (die Zahlen stammen aus dem Birdy-Handbuch von riese und müller):

  Vorderradbremse Hinterradbremse
Alround-Vorbau 104 cm 114 cm
Comfort-Vorbau
(höhenverstellbar)
111 cm 122 cm

Für die Seitenzugbremse am Vorderrad in Kombination mit dem höhenverstellbaren Comfort-Vorbau habe ich 120 cm gemessen. Man benötigt also für den Bremszug ein Bremszug-Set und zwei Ergänzungssets. Das Bremszug-Set enthält 60 Perlen, 50 Hülsen und zusätzlich 15 kurze Hülsen, die für enge Bögen genutzt werden können. Ich habe diese kurzen Hülsen im Bereich des 180°-Bogens an der Gabel eingesetzt, weil dort beim Falten auch die höchste Flexibilität gefordert ist. Ich habe also 13 lange Hülsen, dann 15 kurze, dann wieder 60 lange Hülsen auf das Teflonröhrchen aufgezogen. Bei der 8. bis 10. Hülse habe ich ein Stück des mitgelieferten Schutzschlauches aufgezogen und dort den Zug dann mit einem Kabelbinder an der Gabel fixiert. Im Bereich der Drahtöse, die den Zug direkt dem Faltgelenk fixiert, habe ich ebenfalls ein Stück diese Schlauches aufgezogen.

Erwartungsgemäß hat sich die Bremswirkung der Vorderradbremse mit den Trac Pearls wesentlich verbessert. Die Handkraft kommt nun komplett bei der Bremse an und verpufft nicht mehr ungenutzt im Außenzug. Also: Empfehlung an alle, die mit der Bremse ihres Birdys nicht zufrieden sind!

Leider währte die Freude nur bis zum nächsten Winter. Durch Streusalzeinfluss korrodierten die Aluminium-Teile derart, dass sie sich nach innen verengten und den Bremszug verklemmten. Beim Auseinandernehmen wurde der Teflon-Schlauch zerstört. Die Trac-Pearls sind also offenbar nicht winterfest und nur für Schönwetter-Räder geeignet.

 

TracPearls

 

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© Mai 2000
Peter de Leuw PdL, , letzte Aktualisierung: 05.01.2016

http://www.pdeleuw.de/fahrrad/birdy2.html - ausgedruckt am 24.06.2016