Mit dieser Tour fing alles an: Per Rad nach Amsterdam und zurück - über die Pfingst-Feiertage. Unsere erste Mehrtagestour sollte uns auf unseren dreiwächigen Dänemark-Urlaub vorbereiten. Wir planten, mit dem Zug von Hilden bei Düsseldorf nach Emmerich zu fahren und dort zu starten. Am ersten Tag bis Arnhem, anschließend bis Amsterdam. Dort wollten wir zwei Nächte bleiben, dann sollte es wieder nach Arnhem gehen. Für den letzten tag planten wir die Strecke Arnhem - Hilden. Wir wollten in Jugendherbergen übernachten. Da die Strecke feststand, entschlossen wir uns, die Betten zu reservieren. In der JH Arnhem waren wir erfolgreich, Amsterdam war ausgebucht. Egal, wir fuhren trotzdem. Es wird sich schon etwas finden, dachten wir. Unsere Räder wurden reisetauglich, indem wir sie mit Lowrider und vernünftigen Packtaschen ausstatteten. Letztendlich benätigten wir jedoch die vorderen Packtaschen nicht, wir kamen mit je zwei Taschen aus. Diese wurden gepackt mit Kleidung, Verpflegung und Werkzeug, dann konnte es losgehen.
Alles lief nach Plan: Emmerich - Elten (Grenzübergang) - Zeevenaar - Arnhem. Auf der Suche nach der Jugendherberge präsentierte sich uns die Stadt in Festivallaune: Über die Pfingsttage fanden dort die "Pall Mall Export Jazzdage Arnhem" statt. Überall in der Stadt Bünen, Musik, Leben. Da traf es sich gut, dass wir auf unserer Rückreise nochmals durch Arnhem wollten! |
Zweiter Tag: Zieleinlauf. Arnhem - Hoge Veluwe - Otterlo - Barneveld - Achterveld - Amersfoort - Soest - Baarn - Hilversum - Naarden - Bussum - Weesp - Diemen - Amsterdam. Jetzt mussten wir uns ein Quartier suchen. Wie sich schnell herausstellte, war die ganze Stadt voll. In der Tourist-Information, die auch Zimmer vermittelte, konnten wir uns nur in die lange Schlange einreihen und warten. Nach knapp drei Stunden hatten wir eine Reservierung. Ziemlich teuer und nicht besonders gut. Also gut, für eine Nacht muss es reichen. Trotz der langen Wartezeit an der Tourist-Information hatten wir noch Zeit, uns die Stadt etwas anzusehen. Für; die nächste Nacht planten wir dann um. Wir entschlossen uns, bereits in Richtung Arnhem zurückzufahren und in Soest Station zu machen. Bis Mittag nahmen wir uns aber noch Zeit für Amsterdam, mit der Aussicht, im kommenden Jahr nochmals herzukommen und im Vorfeld die Zimmerreservierung zu erledigen. |
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| Amsterdam - Baarn - Soest. Eine kleine Stadt ohne besondere Vorkommnisse. Nicht mehr, als eine Zwischenstation mit Jugendherberge. |
Soest - Amersfoort - Leurden - Lunteren - Ede - Arnhem. Durch die verkürzte Tagesetappe wurde der zweite Tag in Arnhem etwas länger, wir hatten mehr vom Jazzfestival. Eine ganze Stadt in guter Laune. Es machte Spaß sich in ein Café zu setzen, Musik zu hären und den Menschen zuzuschauen. So kännte man ganze Tage verbringen, aber wir mussten ja zurück. Der letzte Tag war nur noch Heimweg: Arnhem - Nijmegen - Berg en Daal (Grenzübergang) - Wyler - Kranenburg - Kleve - Goch - Weeze - Winnekendonk - Kevelaer - Geldern - Kerken - Hüls - Krefeld - Düsseldorf - Hilden. Geschafft! Mehrere Tage auf dem Rad, eine gelungene Generalprobe vor dem ersten "richtigen" Fahrradurlaub. Keine technischen oder konditionellen Probleme - der Urlaub konnte kommen. Und wir wussten: Im nächsten Jahr geht's noch einmal nach Amsterdam. Dann aber mit Vorbuchung und zwei Tagen Zeit. |
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Mein Literaturtip: Holland per Rad Wolfgang Kettler Taschenbuch - 288 Seiten (1993) W. Kettler, Neuenhagen; ISBN: 3-921939-71-2 |
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Wir haben einige unserer Bilder online gestellt, damit man einen Eindruck von unserer kurzen Reise bekommen kann. Glücklicherweise hatten wir schönes Wetter, obwohl wir selbstverständlich auch auf Regen eingestellt waren. So aber konnten wir die Zeit auf dem Fahrrad noch mehr genießen. Fahrradtouren können sehr entspannend sein: Durch die langsamere Geschwindigkeit nimmt man seine Umgebung anders und mit viel mehr Sinnen wahr. Man "riecht" die Landschaft, die Blüten und Blumensträuße förmlich und schätzt ein gutes Essen am Abend nach einer gefahrenen Etappe umso mehr ...
http://www.pdeleuw.de/fahrrad/amsterdam91.html - ausgedruckt am 03.09.2010