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de Leuw - Name und Familie

 

Wappen der Familie de Leuw
Das Wappen der Familie de Leuw, entworfen von Capar Johann Nepomuk Scheuren

Meines Wissens ist der Name "de Leuw" flämischen Ursprungs. Der Name findet sich inzwischen fast überall auf der Welt: Deutschland, Niederlande, Frankreich, Großbritannien, USA, Kanada, Australien.

Es gibt zwei de Leuws, die zumindest regionale Bedeutung erlangt haben und deren Leben mehr oder weniger gut dokumentiert sind. Das ist der Augenarzt Friedrich Hermann de Leuw und besonders sein ältester Sohn, der Landschaftsmaler Friedrich August de Leuw. Diese beiden Vertreter der Familie möchte ich an dieser Stelle kurz vorstellen. Alle anderen de Leuws sind schon tot oder arbeiten noch an ihrer Berühmtheit. Teilweise findet man sie im Internet, die meisten aber nicht. Entsprechend wenige Informationen habe ich. Aber vielleicht können wir das Bild im Laufe der Zeit etwas vollständiger zusammenpuzzlen?

Friedrich Hermann de Leuw Friedrich August de Leuw weitere de Leuws in Deutschland weitere de Leuws außerhalb Deutschlands

Stammbäume

 

Friedrich Hermann de Leuw

Vorgeschichte: Die Familie de Leuw war im 17. Jahrhundert im heutigen deutsch-niederländischen Grenzgebiet zu Hause, seit etwa 1750 in Kleve, ab 1792 dann in Dinslaken.

* 1. August 1792 in Dinslaken
† 12. Januar 1861 in Gräfrath

Ausbildung am Düsseldorfer Militärhospital zum Wundarzt, ab 1813 Regimentsarzt der französischen Armee, ab Januar 1814 Übernahme in die preußische Armee als Bataillonsarzt.
Mit dem Rückzug der französischen Armee nach der Schlacht bei Hanau oder im Zuge der Stationierung preußischer Militäreinheiten in Gräfrath (heute zu Solingen gehörig) kam Friedrich Herrmann de Leuw nach Gräfrath.

Friedrich Herrmann de Leuw

Dezember 1814: Approbation als Wundarzt und Geburtshelfer.

12. August 1815: Heirat mit Johanna Maria Herder aus Dorp (seit 1889 zu Solingen gehörig), die am 18. April 1864 starb.

14. März 1817: Geburt von Friedrich August de Leuw

Wappen von Gräfrath 21. Januar 1819: Geburt von Ludwig (Louis) de Leuw, studierte ebenfalls Medizin. Ludwig starb an 2. Juni 1858 und war bis dahin Assistent seines Vaters.

4. Dezember 1820: Geburt von Eduard Theobald de Leuw, der später Bürgermeister von Cronenberg (heute zu Wuppertal gehörig) wurde. († 2. Juli 1872)

7. Mai 1823: Geburt von Constantin Johann Joseph de Leuw, Weinhändler

21. Mai 1825: Geburt von Karl Theobald Heinrich de Leuw, † 28. Mai 1825

25. Oktober 1831: Geburt von Adeline Therese Luise de Leuw, sie starb mit 13 Jahren an Typhus (30. Juni 1845)

Später spezialisierte sich Friedrich Herrmann de Leuw auf die Augenheilkunde, speziell die Behandlung des grauen Stars. Im Jahre 1823 eröffnete er seine Praxis in Gräfrath. Er behandelte arme Patienten gratis, außerdem spendierte er ihnen die nötigen Medikamente und die Unterkunft für die Dauer der Behandlung. Auch angehörige des deutschen und englischen Hochadels ließen sich von ihm behandeln. Es entwickelte sich ein regelrechter Kurbetrieb, so wurde auch Gräfrath vergleichsweise bekannt.

Im Laufe der Zeit wurde Friedrich Herrmann de Leuw Hofrat und erhielt mehrere Orden.


 

Friedrich August de Leuw

* 14. März 1817 in Gräfrath
† 16. Juni 1888 in Düsseldorf

Friedrich August de Leuw – Portraitfoto Friedrich August de Leuw – Selbstportrait
Friedrich August de Leuw - Portraitfoto
(Datum und Fotograf unbekannt)
Friedrich August de Leuw - Selbstportrait Februar 1882
[Stadtarchiv Solingen]

Friedrich August besuchte das katholische Gymnasium in Köln, anschließend (ab 1838 bis 1843, mit Unterbrechung 1839/1840, um seinen Militärdienst abzuleisten) ließ er sich an der Düsseldorfer Kunstakademie zum Maler ausbilden. Sein erstes Skizzenbuch stammt bereits aus dem Jahre 1837.

Die von Wilhelm von Shadow geleitete Düsseldorfer Kunstakademie genoß damals einen hervorragenden Ruf. Friedrich August de Leuw widmete sich dort ab 1840 der Landschaftsmalerei unter Johann Wilhelm Schirmer. Er wurde wesentlich beeinflusst von den Werken Carl Friedrich Lessings, dem Großneffen des Dichters Gotthold Ephraim.

1861 reiste Friedrich August nach Hackney, Middlesex, England, dort heiratete er am 25. Mai die 29jährige Maria Frances Charrington. Anschließend traten sie eine gemeinsame Reise durch England und Schottland an. Im Winter 1861/62 ließ er sich mit seiner Frau in London nieder. Kurz darauf, im ersten Halbjahr 1862, scheint er jedoch wieder nach Deutschland zurückgekehrt zu sein. Am 20. Juni 1862 wurde ihre gemeinsame Tochter Adeline geboren. Bis 1867 folgten die Kinder Friedrich Herrmann (* 15. Februar 1864), Franziska Maria (* 4. März 1865) und Alfred Reginald (* 1. Februar 1867).

Von Friedrich August de Leuw sind 242 Werke und 9 Skizzenbücher bekannt.
Eines seiner bedeutendsten Bilder, "Landschaft im Dünnenbruch bei Gräfrath, datiert vom 23. März 1843, war am 10. September 2000 bei einem Auktionshaus in Solingen für ein Mindestgebot von 25.000 DM zur Versteigerung angekündigt.

Friedrich August de Leuw: Gräfrath – Blick aufs Kloster, 1837
Friedrich August de Leuw: Gräfrath - Blick aufs Kloster, 1837

Friedrich August de Leuw war Waffensammler, wie ein Auktionskatalog von Lempertz von 1890 beweist.

Demjenigen, den das Werk Friedrich August de Leuws interessiert, empfehle ich das Buch

Bernd Fischer, Heinz-Uwe Priefert:
Der Landschaftsmaler Friedrich August de Leuw (1817-1888)
Leben und Werk. Werkdokumentation
Bergischer Geschichtsverein Solingen, 1988
ISBN 3-925626-06-9


 

Weitere de Leuws in Deutschland

gibt es reichlich ... Nähreres dazu in den Stammbäumen.


 

Weitere de Leuws außerhalb Deutschlands

gibt es ebenfalls reichlich ... Von den Niederlanden aus wanderten sie in viele Länder der Welt aus. Nähreres dazu in den Stammbäumen.

Peter de Leuw PdL, , letzte Aktualisierung: 04.05.2014

http://www.pdeleuw.de/deleuw/name.html - ausgedruckt am 18.11.2018